Alle meine Schmerzen dauern je nach Medikamenten Einnahme bis zu 24 Stunden an.

Knie-Schmerzen: Drückender oder stechender Schmerz im Gelenk. Meine Versteifungen in den Knien haben kontinuierlich zugenommen.
Durchdrücken des Kniegelenkes ist nicht mehr möglich, auch das gerade richten der beiden Beine geht nicht mehr. Dies war bis 2018 eine Garantie, wenigsten gut gestützt, auch an der Wand lang zu stehen um mich ein zwei Meter fortbewegen zu können.

Meine stechenden Schmerzen in der Wirbelsäule ab Lendenwirbel 1 (der war zusätzlich durch eine Sportverletzung 2009 in Form eines Bandscheibenvorfalles beeinträchtigt) sind oftmals nicht mehr auszuhalten.

Brennen in den Oberschenkeln:
Alle noch vorhandenen Muskeln reagieren bei Berührung entweder mit einer Spastik oder einem andauernden Brennen. Jede Berührung egal ob von Fremden oder eigene Berührungen, müssen überlegt sein, um ungewollte Reaktionen in Form von Spastiken zu vermeiden.

Nachts pocht mein linker kleine Zehe, den ich mir 2010 gebrochen habe. Von außen sind keinerlei Schmerzen zu ertasten. Die Schmerzen direkt in den Knochen der Zehe plagen mich in bestimmten Positionen die ganze Nacht.. Der Bruch war eigentlich ausgeheilt, jedoch wird der Phantomschmerz, (wie ich ihn nenne) heute wieder durch meine MS ausgelöst.

Während des Schlafes versteift sich mein Körper vom Fuß bis zur Lende, sodass ich mich im Bett nicht mehr drehen, geschweige noch aufrecht sitzen  oder sogar aufstehen kann.
Immer kurz vor einem Krampf (Spastik) brauche ich ca. eine Stunde konzentrierte Entspannungsübungen um aus dem Bett zu kommen, beziehungsweise mich auf die Bettkante zu setzen.

Während meines Schlafes versteifen sich meine Knie. Um die wieder in die Hocke zu bekommen muss ich sehr behutsam Stück für Stück meine Hock-Position finden, da ansonsten wieder eine sehr schmerzhafte Spastik droht.

In dem Moment in dem ich sitzend auf der Bettkante meine beiden Füssen auf dem Boden habe, muss ich unbedingt so stark wie möglich Druck auf meine Beine bringen, um abermals einer Spastik zu entgehen. Springende Beine sind in diesem Moment völlig normal. (unkontrolliertes Zittern).
Diese „Prozedur) wie ich sie nenne, dauert bis zu 1 Stunde.

Nachdem ich mich mit großem Kraftaufwand in meinen Rollstuhl manövriert habe, bin ich völlig ausgelaugt und zum frühstücken viel zu kaputt. Das versteht man unter „Fatigue“

So beginnt bei mir jeder Tag!