Nachts pocht mein linker kleine Zehe, den ich mir 2010 gebrochen habe. Von außen sind keinerlei Schmerzen zu ertasten. Die Schmerzen direkt in den Knochen der Zehe plagen mich in bestimmten Positionen die ganze Nacht.. Der Bruch war eigentlich ausgeheilt, jedoch wird der Phantomschmerz, (wie ich ihn nenne) heute wieder durch meine MS ausgelöst.

Während des Schlafes versteift sich mein Körper vom Fuß bis zur Lende, sodass ich mich im Bett nicht mehr drehen, geschweige noch aufrecht sitzen  oder sogar aufstehen kann.
Immer kurz vor einem Krampf (Spastik) brauche ich ca. eine Stunde konzentrierte Entspannungsübungen um aus dem Bett zu kommen, beziehungsweise mich auf die Bettkante zu setzen.

Während meines Schlafes versteifen sich meine Knie. Um die wieder in die Hocke zu bekommen muss ich sehr behutsam Stück für Stück meine Hock-Position finden, da ansonsten wieder eine sehr schmerzhafte Spastik droht.

In dem Moment in dem ich sitzend auf der Bettkante meine beiden Füssen auf dem Boden habe, muss ich unbedingt so stark wie möglich Druck auf meine Beine bringen, um abermals einer Spastik zu entgehen. Springende Beine sind in diesem Moment völlig normal. (unkontrolliertes Zittern).
Diese „Prozedur) wie ich sie nenne, dauert bis zu 1 Stunde.

Nachdem ich mich mit großem Kraftaufwand in meinen Rollstuhl manövriert habe, bin ich völlig ausgelaugt und zum frühstücken viel zu kaputt. Das versteht man unter „Fatigue“

So beginnt bei mir jeder Tag!