BEWEGUNGSEINSCHRÄNKUNG BEI MEINER MS

Bei mir und meiner Multipler Sklerose (PPMS) wird Mobilitätsverlust als Bewegungseinschränkung definiert, verursacht durch das Zusammenspiel verschiedener schwerwiegender Faktoren wie mangelnde motorische Koordination, Muskelschwäche, Spastik (Muskelsteifheit und -krämpfe), Gleichgewichtsprobleme und Fatigue, die alle bei mir und meiner MS auftreten.

Als MS-Patient ist es aufgrund meiner Einschränkungen eine Herausforderung die Aufgaben des täglichen Lebens zu erledigen. Die Schwere meiner PPMS führten bei mir zu einem Verlust der Selbstständigkeit.

Bewegungseinschränkungen treten bei MS als Folge der folgenden Probleme auf:

– Muskelschwäche oder sogar Ausfall: Meine Beinmuskulatur ist nach mittlerweile 10 Jahren völlig ohne Bedeutung und ermöglicht nicht einmal mehr das Stehen.

– Spastik: Muskelsteifheit oder Spastik sowie damit verbundene Muskelkrämpfe macht die Mobilität unmöglich. Grund hierfür sind die Auswirkungen der Spastik auf die Rumpf-, Oberschenkel- und Wadenmuskulatur. Meine Schmerzen während eines Spastik-Anfalls sind kaum zu beschreiben. Wer als Sportler schon einmal einen Wadenkrampf bei Überbelastung der Muskeln hatte weiß wovon ich rede.

– Fehlende Sensibilität: Ich habe ein Taubheitsgefühl (mangelnde Sensibilität) z.B. im Fuß, so dass ich den Boden nicht spüren oder nicht genau fühlen kann, wo sich meine Füße beim Gehen befinden. Hinzukommen kann eine mangelnde Sensibilität in den Händen, wodurch es schwer fällt, diese zu bewegen. Dieses Phänomen wird als „sensorische Ataxie“ bezeichnet.

– Fatigue: Mobilitätseinschränkungen werden schlimmer, wenn ich müde bzw. erschöpft bin.
Fatigue tritt sehr häufig bei einer MS auf. Bei meiner Fatigue fühle ich mich wie ein übernächtigter mit Alkohol abgefüllter „Penner“ der an einem Tag 3 mal zu Fuß auf die Zugspitze gestiegen ist.